Leserbriefe


Die asoziale Sozialhilfe muss korrigiert werden

Wir sollten unserem Regierungsrat Schnegg dankbar sein, dass er Anstrengungen unternimmt, um die heutige asoziale Sozialhilfe zu korrigieren. Missbräuchlicher Inanspruchnahme von Sozialhilfegeldern, der hohen Zahl von Jugendlichen oder nicht kooperierenden Sozialhilfeempfangenden muss endlich mit (zum Teil in anderen Kantonen erfolgreichen Konzepten) entgegengewirkt werden. Es kann nicht sein, dass die Wirtschaft Ausländer/-innen im Niedriglohnbereich anstellt, entlässt und dann die Allgemeinheit dafür bezahlen muss. Nach Statistik ist die Sozialhilfequote von Ausländern dreimal so hoch wie bei Schweizern. Oft sind ausländische Familien kinderreich und bekommen daher Sozialhilfegelder, die das Einkommen von 100 % arbeitenden Familien übersteigen. Ist dies gerecht? Oder süchtige Jugendliche bekommen als psychisch Kranke Sozialhilfegelder, anstatt dass sie einen Entzug und einer abstinenzorientierten Therapie zugeführt werden. Bei uns gilt die Devise: «Jede/jeder kann machen was er will, wir wollen eine liberale Gesellschaft». Führt aber unser Verhalten in eine finanzielle Not, wird unsere soziale Gesellschaft schon Hilfe anbieten.
Deshalb ist es nötig, bei der zum Teil asozialen Sozialhilfe Korrekturen anzubringen zum Wohle unserer gesamten Bevölkerung.


Das kurzsichtige Denken: AHV-Beiträge dank Zuwanderung
Es ist kurzsichtig und absurd zu glauben, dass die AHV dank mehr Zuwanderung aufgestockt werden kann. Denn auch die Zugewanderten beanspruchen später eine AHV und einen Platz im Alters-und Pflegeheim. So wird das Problem einfach auf die nächsten Generationen weitergeschoben. Auch die Erwartung, dass unser Wirtschaftswachstum immer anhalten muss, ist falsch und würde den Dichtestress und die Verbetonierung unserer schönen Schweiz weiter vorantreiben. An einer Erhöhung des AHV-Alters (mehr Beitrags-, weniger Bezugsjahre) führt kein Weg vorbei .


In Eritrea ist die Beschneidung von Mädchen seit 2008 verboten
zum Bericht im «reformiert» zum Thema: «Diese Tradition ist des Teufels…. Die meisten Frauen stammen aus Somalia, Eritrea»…
Eritrea hat die Beschneidung von Mädchen bereits seit 2008 unter Strafe gestellt. Dies wurde mir vor Ort in Spitälern und Gesundheitszentren bestätigt. In Eritrea gibt es eine starke Frauenrechtsbewegung (dazu gehören auch die Hebammen), welche die Bevölkerung betreffend das Gesetz aufklärt. Auch ist es verboten Mädchen unter 18 Jahren zu verheiraten.
Überhaupt ist Eritrea ein afrikanisches Vorzeigeland: Die Kindersterblichkeit ist niedrig, Masern und Polio sind ausgerottet. Die ganze Bevölkerung hat ohne Bezahlung Zugang zum Gesundheitssystem.


Kinder brauchen Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit

Zum Artikel: «Schon im Kinderzimmer beginnt der Leistungsdruck» vom 14. Oktober 2017:
«Wenn die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes gelingen soll, so müssen ihm seine Eltern Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit schenken». Dieses Zitat von Heinrich Pestalozzi hätte eigentlich immer noch seine Gültigkeit. Viele Eltern wollen immer später doch noch ein Kind, ein «Prestigeobjekt». Aber ihr Leben führen sie wie bis anhin weiter. Deshalb müssen sich bereits Babys an den Erwachsenen Rhythmus und ein stressiges Leben gewöhnen. Ein Defizit an Zuwendung und Zärtlichkeit ist in einer Gruppe in Krippe, Kindergarten oder Tagesschule vorprogrammiert. Immer öfters fehlt die Zeit, um die vielen Fragen des Kindes zu beantworten. So wird dann die mangelhafte Sprachentwicklung des Kindes mit Zusatzförderkursen kompensiert. Im Wald könnten die Kinder wichtige, motorische Fertigkeiten erlangen und ihr Selbstvertrauen und -bewusstsein stärken. Doch letzthin hat unsere vierjährige Enkelin bei einer «Waldexpedition» eine interessante Frage gestellt: «Warum sind nur Hunde und keine Kinder im Wald?»


Der UNO-Sicherheitsrat und der Schweizer Bundesrat sind gefordert
In der Schweiz gibt es nach meiner Erkenntnis drei verschiedene Gruppen von eritreischen Flüchtlingen:
1. Ehemals geflüchtete Gefangene aus dem 30-jährigen Befreiungskrieg von der Äthiopischen Herrschaft (1961-1991),
2. Asylsuchende aus dem Krieg gegen Äthiopien zwischen 1998-2000. Damals brachten sich Regimegegner wie Journalisten, Juristen und Politiker in der Schweiz in Sicherheit,
3. die heutigen vorwiegend unbegleiteten, minderjährigen Asylsuchenden.
Damit der Friede in Eritrea gesichert werden kann, muss der Sicherheitsrat Äthiopien zwingen (oder wenn nötig sanktionieren), das Friedensabkommen von Algier aus dem Jahr 2000 und die Grenzziehung zu akzeptieren. Eritrea ist seit 1993 Vollmitglied der UNO und sollte deshalb auf Unterstützung der Weltgemeinschaft gegen kriegerische Attacken von Seiten Äthiopiens und auf Aufbauhilfe zählen dürfen.
Wirtschaftliche Interessen der Industrieländer müssen in diesem Zusammenhang ausgeblendet werden (Äthiopien: 99 Mio., Eritrea 4 Mio. Einwohner/-innen).


Fragwürdige Geldströme in der Erziehungsdirektion

Einmal mehr werden von der Erziehungsdirektion inakzeptable Sparvorschläge gemacht. Es darf nicht sein, dass Gemeinden zu Schulhausschliessungen gezwungen werden, und nun plötzlich die Kosten für die Kindertransporte vollumfänglich übernehmen müssen.
Hingegen wird im Kanton Bern die Fremdbetreuung von Kindergarten- und Schulkindern mit grosszügigen 40% der anfallenden Kosten unterstützt. Es werden sogar Tagesschulplätze von Kindern, deren Eltern ein Jahreseinkommen von mehr als 150'000 CHF aufweisen, subventioniert. Der «Geldempfänger-Kanton» Bern leistet sich eine Tagesschulfinanzierung von ca. 20 Mio. CHF pro Jahr, während dem die Kantone Aargau, Baselland, Solothurn und Zürich auf solche Subventionen verzichten, denn sie haben eigentlich nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun.


Die Schweizerische Vereinigung Eltern gegen Drogen ist entsetzt über die Schlaumeierei der Cannabislobby und die Geldgier der Vertreiber wie zum Beispiel Coop.
Die Schweizer Bevölkerung hat sich mehrfach gegen eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen, insbesondere wegen des rauscherzeugenden Tetrahydrocannabinol (THC). Dieses hat verschiedenste negative Auswirkungen wie zum Beispiel Schul- und Lehrabbrüche und Psychosen.
Mit den Cannabiszigaretten mit einem THC-Wert unter 1% wird zwar das Betäubungsmittelgesetz eingehalten, dafür aber mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) ein Produkt angeboten, das als Beruhigungs-, als Schmerzmittel und gegen Krämpfe wirkt. Allerdings haben Versuche gezeigt, dass jeder Mensch anders auf CBD reagiert und Langzeitschäden noch zu wenig erforscht sind. Verschonen wir unsere Jugend vor solchen Menschenversuchen und boykottieren wir die nur auf finanziellen Profit ausgerichteten Verkaufsstellen.


Prävention anstatt Menschenversuche mit Kiffern

Dass sich die Vorsteherin der Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern, also der wichtigsten Einflussbereiche auf das Wohlergehen unserer Kinder und Jugendlichen, so vehement für eine Legalisierung des Kiffens einsetzt, erschreckt uns.
Eigentlich sollte sie sich in Ihrer Funktion für eine Nachahmung erfolgreicher Präventionsprogramme wie dasjenige von Island engagieren. Es basiert auf Massnahmen, in welchen die Schulen, Eltern, die Politik und die Anbieter/-innen von Freizeitangeboten eingebunden sind. Die Lebensqualität von allen Beteiligten hat sich in diesen 20 Jahren, in welchen das Programm gelebt wird, massiv erhöht. Hier einige Zahlen betreffend den Suchtmittelkonsum von 15- und 16- Jährigen vor 20 Jahren und heute: Alkohol 48%, heute 5%; Cannabisrauchende 17%, heute 7%; Zigarettenrauchende 23%, heute 3%! Das ist eine nachhaltige Drogenpolitik! Wenn man das Präventionsprogramm studiert, sieht man, dass Sie es in Ihrer Direktion in der Hand hätten, dieses auch in der Stadt Bern umzusetzen.


Schulreformen zerstören Attraktivität des Lehrberufes
Zum BZ-Beitrag «Lehrberuf könnte attraktiver sein», vom 14. August 2017:

Insbesondere auf der Unter- und Mittelstufe war der Lehrberuf für mich ein Traumberuf. Ich konnte die Kinder in ganz verschiedenen Situationen kennen und verstehen lernen; sei es beim Vorbereiten von Musicals, in Bewegungswochen, in persönlichen Gesprächen bei Problemen oder der Anteilnahme an ihren Hobbies. Mit den Schulreformen gingen leider viele dieser wichtigen Beziehungsmomente zwischen der Lehrperson und dem Schulkind verloren. Lehrkräfte wurden durch Kunstschaffende, Schulsozialarbeitenden und Förderlehrpersonen, sogenannten Professionellen ersetzt. Nun sollte unbedingt vermieden werden, dass der Lehrplan 21 eingeführt wird. Denn damit würden Lehrpersonen zu Coaches degradiert. Die Kontrollen, ob jedes Kind die im Lehrplan aufgeführten über 300 Kompetenzen erreicht, würde bedeuten, dass die Lehrkräfte einen riesigen Papierkram zu bewältigen hätten. Dadurch würde die Attraktion des Lehrberufes noch mehr leiden.


Förder- und Therapiewahn schon bei 4-jährigen Kind

Zu verschiedenen Leserbriefschreibenden zum Thema «Sparen bei Fördermassnahmen für unsere Kleinsten», z.B. von P. Stucki, BZ vom 21.11.2017
Fakt ist, dass der Kanton Bern für Förder- und Therapiemassnahmen über 120 Mio. CHF im Jahr ausgibt, Tendenz steigend.
Obschon bekannt sein sollte, dass 4- bis 6-jährige Kinder sich während dieser Zeit ganz unterschiedlich schnell, in individuellen Phasen entwickeln, setzt der Förder- und Therapiewahn bereits im Kleinkindesalter ein. Auch ich frage mich, was ist das für ein Menschenbild?
Scheue, eher ängstliche Kinder, welchen das Balancieren auf einer Langbank Mühe bereitet, gehören in die Psychomotorik; Kinder, welche gerne alleine spielen, werden als asozial abgestempelt; Kinder, welche vom Daumen lutschen eine nicht ideale Zahnstellung haben und deshalb einige Buchstaben nicht korrekt aussprechen können, werden in den Logopädieunterricht geschickt; Kinder, die einen grossen Bewegungsdrang haben, werden wegen ADS abgeklärt. Dies sind nur wenige Beispiele aus der heutigen Welt unserer Kleinsten. Da heisst es weniger (auch weniger Geld), wäre mehr (Zeit lassen für eine natürliche Entwicklung und Reifung).


Inakzeptable Sparvorschläge

Einmal mehr werden von der Erziehungsdirektion inakzeptable Sparvorschläge gemacht. Es darf nicht sein, dass Gemeinden zu Schulhausschliessungen gezwungen werden, und nun plötzlich die Kosten für die Kindertransporte vollumfänglich übernehmen müssen. Auch die Gartenbauschule Hünibach ist eine wichtige Ausbildungsstätte, die nicht geschlossen werden darf. Hingegen wird im Kanton Bern die Fremdbetreuung von Kindergarten- und Schulkindern mit grosszügigen 40% der anfallenden Kosten unterstützt. Es werden sogar Tagesschulplätze von Kindern, deren Eltern ein Jahreseinkommen von 150'000 CHF aufweisen, subventioniert. Der «Geldempfänger-Kanton» Bern leistet sich eine Tagesschulfinanzierung von ca. 20 Mio. CHF pro Jahr, während dem die Kantone Aargau, Baselland, Solothurn und Zürich auf solche Subventionen verzichten, denn sie haben eigentlich nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun.


Missmanagement im Asylwesen

Zum Artikel «Sparkurs im Asylwesen» in der BZ vom 3. Juli 2017:
Leider fehlten dem Grossen Rat bei den Kreditabstimmungen betreffend die Unterbringung und Betreuung von unbegleiteten, minderjährigen Asylbewerbern (UMAs) jeweils die wichtigsten Informationen, wie z.B. die hohen Kosten von ca. 5’000 CHF / Monat im separaten Heim oder ca. 6’600 CHF bei Unterbringung in Pflegefamilien. Auch das Alter der «Kinder» wurde geheim gehalten, bis diese Zeitung darüber berichtete, dass von den ca. 400 UMAs heute mehr als die Hälfte 18-jährig und nur ca. 60 unter 16 Jahre alt sind. Auch das wichtige Faktum, dass aus dem Kriegsgebiet von Syrien nur gerade 39, aus Eritrea fast 200 Jugendliche von dieser spezialisierten Betreuung profitieren, wurde dem Grossen Rat vorenthalten. Dass wir Steuerzahlende für leerstehende Asylunterkünfte jeden Platz zahlen müssen, das heisst ca. 800’000 CHF im Jahr, ist ein unverzeihliches Missmanagement. Nachdem die Sparvorschläge des Regierungsrates (Spitex, Abschaffung von Lehrpersonen-Stellen, …) bekannt wurden, ist im Asylwesen ein Umdenken überfällig.


Der Aufstand der Lehrer

Zum Bericht in der Sonntagszeitung vom 26. März 2017:
Die folgende Forderung habe ich vor Jahren als weitsichtige Lehrperson im Grossen Rat des Kantons Bern gestellt: "Für verhaltensauffällige und lernschwache Kinder braucht es zur Behebung der Defizite grosse Zuwendung durch die Lehrperson, aber auch klare Strukturen im Kleinklassenverband. Solche schwierige Kinder gehen in grossen Regelklassen unter. Auch bringt der Förderunterricht, der heute parallel zum Unterricht der Regelklasse angeboten wird, grosse Unruhe mit sich und jedes Mal verpasst das "Problemkind" wichtige Unterrichtssequenzen seiner Mitschüler/-innen. Auch für die betroffenen Lehrkräfte ist der Unterricht in Regelklassen mit Problemkindern ein kaum zu bewältigendes Unterfangen". Leider lehnte der Regierungsrat diesen Vorstoss ab und auch der Bernische Lehrerverein hatte nur Verachtung für meinen Vorstoss.
Es ist zu hoffen, dass der Protest der Lehrpersonen endlich auch bei der Politik ankommt!


Zentralisierung der Berner Fachhochschule stoppen

Wegen Falschaussagen und Halbwahrheiten muss eine Zentralisierung der Berner Fachhochschule in Bern gestoppt werden!
Es war nie nachvollziehbar, warum bei den verschiedenen Standortvarianten für die Berner Fachhochschule die Fachrichtungen Wirtschaft/Gesundheit/Soziales von Regierungsrat Pulver immer als «Päckli» vorgeschlagen wurden. Dabei wollten Betroffene der Fachrichtung Wirtschaft, wie es in anderen Kantonen und im Ausland usus ist, eine eigenständige Business School aufbauen.
Auch hat sich der Grosse Rat mehrfach gegen eine Zentralisierung der Berner Fachhochschule und für den Standorterhalt Burgdorf ausgesprochen.
Aber schon der erste Bericht des Regierungsrates von 2011 hatte das Ziel, Burgdorf als Standort zu eliminieren und enthielt deshalb Unwahrheiten: Burgdorf sei schlecht an den öffentlichen Verkehr angeschlossen, usw. Dies konnte widerlegt und die Vorzüge des Standorts Burgdorf dargelegt werden: die Gebäude gehören dem Kanton Bern, sind in gutem Zustand und in 5 Minuten vom Bahnhof erreichbar, etc.
Über die Finanzen sollte auch endlich gesprochen werden. Finanzexperten sind der Meinung, dass nach dem Bau des ca. 800 Mio. CHF teuren Campus in Biel ein weiterer Campus in Bern nicht bezahlbar sei.
Deshalb soll es in Burgdorf eine Business School und in Bern die Fachhochschule für Soziales/Gesundheit geben. (Februar 2017)


Nein zur erleichterten Einbürgerung

Nein zum Verfassungsartikel «Erleichterte Einbürgerung», denn er wird auch bei unseren Nachkommen Gültigkeit haben
Ein «Nein» zur erleichterten Einbürgerung ist dringend nötig. Denn es darf nicht sein, dass wir in einer so wichtigen Frage aufgrund falscher Argumente einen Entscheid fällen: Die Änderung hat eine grosse Auswirkung auf unsere nächsten Generationen! In den letzten Jahren sind bis zu 70 000 Asylsuchende/Jahr eingewandert, oft aus anderen Kulturkreisen. Mit den grossen Herausforderungen für unser Land betreffend Sprache, Arbeit und damit Integration dieser Asylsuchenden werden vor allem unsere Nachkommen konfrontiert werden. Fakt ist auch, dass die muslimischen Familien kinderreich sind; in Eritrea hat eine Familie durchschnittlich 4,7 Kinder.
Die Einbürgerung muss weiterhin von den Gemeinden und nicht vom Bund vollzogen werden.
Sagen wir an der Urne «Nein» und laden wir unseren Nachkommen nicht eine solche Bürde auf! (Februar 2017)


Umstrittene psychopharmakologische Versuche

Umstrittene psychopharmakologische Versuche zwischen 1946 und 1972
Anstatt die Versuche mit Psychopharmaka in Psychiatrischen Kliniken anzuprangern, müssen wir daraus Lehren ziehen. In einigen Jahrzehnten werden unsere Nachfahren entsetzt feststellen, dass im 21. Jahrhundert in der Schweiz Kinder mit Ritalin und alte Menschen mit Morphin / Fentanyl ruhiggestellt wurden. Dass Tausende von jungen Menschen in Methadon- und Heroinversuchen betäubt und ihres Verstandes beraubt wurden oder sogar in staatlich finanzierten Fixerräumen Rauschgift nach Lust und Laune konsumiert wurde, wird viele Fragen betreffend unsere Einstellung gegenüber Menschenleben aufwerfen. (November 2016)


Zum Französischlehrmittel "Mille feuilles"

Das Französischlehrmittel "Mille feuilles" ist zu teuer und unbrauchbar
Trotz kritischer Stimmen von Lehrpersonen, Pädagogen und Sprachwissenschaftlern, führte der Regierungsrat flächendeckend das Frühfranzösischlehrmittel ein. Die Kinder sollen in ein Sprachbad eintauchen. Das Bad ist gross wie ein See, die Kinder sind Nichtschwimmer/-innen. Doch Schwimmhilfen (Rechtschreibung, Grammatik oder Wörtli lernen) sind nicht vorgesehen. Bei dieser Art von Sprachenlernen werden mit Kopfhörern Texte und Geschichten übers Ohr wahrgenommen. Dazu passende Bilder auf dem Computer sollen das Textverständnis erleichtern. Die Kinder arbeiten meist individuell am Computer. Die Methode ist eine Nachahmung des Sprachenlernens in einem fremdsprachigen Gebiet oder in einer fremdsprachigen Familie. Es ist aber erwiesen, dass diese Art von Sprachenlernen nur möglich ist, wenn ein Kind mindestens 40% seiner Wachzeit mit dieser Fremdsprache konfrontiert ist. Deshalb war von Anfang an klar, dass diese Lehrmittel und Methode für das Sprachenlernen mit 2-3 Lektionen pro Woche nicht taugen würden. Deshalb sind die immensen Mehrkosten für die Gemeinden und den Kanton von ca. 20 Mio. CHF im Jahr "verpulvertes" Geld. (Juni 2016)


Burzzi- Dance

Burzzi- Dance gefährdet die Gesundheit der Babies
Die Bilder der Babys mit extrem gespreizten Beinen und ohne Nackenstützen lassen die ernsthafte Frage aufkommen, ob der neue Modetrend Burzzi-Dance nicht die Gesundheit der Babies gefährdet!? Eine Stunde lang werden die kleinen Kinder auf/ab und hin/her geschüttelt.
Dabei sind die Wirbelsäule und vor allem der Nacken extrem belastet, denn die Muskulatur ist noch wenig ausgebildet. Die Knochen sind noch weich, dies bedeutet: verformbar. Deshalb ist die Position mit den stark gespreizten Beinen ebenfalls gesundheitsschädigend.
Deshalb müssen neue Trends wie Furzzi-Dance kritisch beurteilt werden. (Juni 2016)


Zum Sprachenstreit

Frühsprachenlernen: Ein teurer, ineffizienter Modetrend
Erfahrungen von Sprachlehrkräften decken sich mit neuen Studien zum Sprachenlernen: Der wichtigste Faktor für das Beherrschen einer Fremdsprache ist die Leistung in der Erstsprache. Also erlernen die Spätstarter/-innen eine Fremdsprache wesentlich effizienter als Frühstarter/-innen. Sie benötigen weniger Lernzeit, um dasselbe Sprachniveau zu erreichen. Da für zwei Fremdsprachen auf der Primarstufe grosse zeitliche und finanzielle Ressourcen bei geringem Nutzen bereitgestellt werden müssen (im Kanton Bern ca. 14 Mio. CHF pro Jahr), ist die Thurgauer Lösung zu begrüssen.
Die Aufgabe des Bundesrates wäre es: zuzugeben, dass die von der Schweizer Bevölkerung beschlossene Harmonisierung kein Frühsprachenlernen enthielt. Gleichzeitig müssten die empörten Romands beruhigt und ihnen erklärt werden, dass die Standardsprache für Deutschschweizer Kinder bereits die erste Fremdsprache bedeutet, dass bei uns jedes vierte Kind als Migrantenkind zuhause bereits eine Fremdsprache spricht und vor allem, dass die Kinder nach der obligatorischen Schulzeit auch im Kanton Thurgau beide Fremdsprachen gleich gut beherrschen werden. (April 2016)


Der unglaubliche Einsatz für Kriminelle

Viele mir bekannte Ausländer/-innen im In- und Ausland, aber auch ich selber, waren schockiert wie sich Politiker/-innen, Medien, Künstler/-innen usw. für den Schutz von Mördern, Schlägern, Dieben, Vergewaltigern ins Zeug legten. Mit der „Nazi-Keule“ wurden die Befürworter/-innen der Durchsetzungsinitiative mundtot gemacht.
In der Gegenkampagne wurde verschwiegen, dass auch bei Annahme der Initiative alle Ausländer/-innen, welche eine Straftat begehen, ein „normales“ richterliches Urteil zu erwarten gehabt hätten.
Auch die Opfer von Gewalttaten und das zunehmende Sicherheitsrisiko waren kein Thema, obschon in der Kriminalstatistik steht: „Bei schweren Delikten sind die meisten Täter, nämlich 64%, Ausländer.“ (2. März 2016)


Papi-Zeit, dann ab in die Krippe

Unbestritten ist, dass ein Kind das Recht hat, dass es von seinen Eltern umsorgt wird. Mutter und Vater ihrerseits haben die Pflicht, dem Kind für Kopf, Herz und Hand „Nahrung zu geben“, damit es zu einem glücklichen, einsatzfreudigen, freudigen Menschen heranwachsen kann. Besonders wichtig ist die Zeit vor dem Kindergarteneintritt, in welcher das Kind sein Vertrauen und Selbstwertgefühl aufbauen, unsere Werte kennen lernen sollte. Aber auch die Grob- und Feinmotorik will es entwickeln; es übt ausdauernd das Gehen, Balancieren, Klettern, Velo fahren, Malen; hilft gerne beim Kochen und Backen. An Hand von Bilderbuchgeschichten lernt es verstehen und sprechen. Anstatt, kaum geboren, ab in die Krippe, wäre in dieser Zeit eine 1 zu 1 Betreuung optimal. Damit dies möglich wird, sollten mehr Teilzeitstellen geschaffen werden und die Eltern mit einem Lohn auskommen können. Eine Papi-Zeit hingegen, während der das Neugeborenen vor allem schläft und gestillt wird, nützt dem Kinde nichts, verursacht dem Staat und der Wirtschaft aber hohe Kosten.


Verharmlosung des Betäubungsmittels Morphin

Leserbrief zum Thema "Es gibt viele Morphin-Mythen" im Beobachter vom 24. Juni 2015
Einmal mehr schreibt ein Mediziner verharmlosend und undifferenziert über die Wirkung des Betäubungsmittels Morphin. Viele Beispiele zeigen, dass nicht nur bei starken Schmerzen und mit dem Einverständnis der Betroffenen Morphin abgegeben wird, sondern dass Morphin zum gängigen Mittel gegen fast alles geworden ist. Ich frage mich, warum dann Menschen, nach dem Absetzen des Morphins und dem Nachlassen der Wirkung das Folgende berichten:
Frauen nach Kaiserschnitt: "Mir war alles egal. Das Neugeborene, auf welches ich mich so gefreut hatte, interessierte mich nicht. Das empfand ich nachträglich als schrecklich."
Seniorin: "Ich war so glücklich, dass mir jeweils ganze Bücher vorgelesen wurden, da meine Sehkraft nachgelassen hat. Doch dann hatte ich plötzlich ein Durcheinander im Gehirn, so dass ich der Geschichte nicht mehr folgen konnte. Ich war verzweifelt."
Senior: "Ich konnte zwar alles verstehen, was gesagt wurde (auch über mich), aber war plötzlich nicht mehr fähig, zu kommunizieren. Ich litt grauenhaft."
Ein junger sportlicher Mann: "Nach meiner Knieoperation kam ich als Morphin-Süchtiger aus dem Spital. Meine Freundin und ich hatten danach eine ganz schwierige Zeit zu bewältigen."
Es ist erwiesen, dass das Gehirn von Kindern und betagten Menschen sehr verschieden, aber auch schon bei kleinen Mengen Morphin extrem empfindlich reagieren kann. Auch die Drogenfachstelle Sucht Schweiz schreibt: Bei Morphin-/Heroinabgabe lassen die Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsfähigkeit nach, Bewegungen werden langsamer, die Reaktionszeiten verlängern sich, Schläfrigkeit und Apathie treten auf, die Nachtsicht verschlechtert sich (Pupillenverengung). Wenn im Blut die Substanzen Heroin oder Morphin nachgewiesen werden, gilt die Fahrunfähigkeit als erwiesen.

Fehlende Weitsicht im Asylwesen

Bereits heute leben ca. 23'000, meist junge Eritreer in der Schweiz und 2014 wurden 7'000 neue Asylgesuche eingereicht und die meisten erhalten den Flüchtlingsstatus. Dies, obwohl Kenner von Eritrea und Personen im Migrationsdienst (diese natürlich hinter vorgehaltener Hand) bezeugen, dass wegen der Attraktivität der Schweiz diese zum Auswanderungsziel werde. Bei den 14- bis 18-Jährigen hat sich in Eritrea herumgesprochen, dass hier jeder ohne Arbeitsleistung Kost und Logis, persönliche Betreuung, Ausbildung, ein Handy, freien Internetzugang und am Wochenende unbegleiteten Ausgang zu erwarten hat. Auch würde eine Ferienreise drin liegen; in den letzten vier Jahren wurden 15'000 solche Gesuche gestellt. Diese jungen Männer fehlen in ihrem eigenen Land: In der Landwirtschaft, wie auch zur Bearbeitung der vielen Bodenschätze. Hier braucht es ein starkes Signal aus der Schweiz: Vor Ort sollen Ausbildungsprojekte nach dem Vorbild unseres dualen Bildungssystem eingerichtet und die aufgegleiste Demokratisierung und der Friedensprozess zwischen Eritrea und den Nachbarländern unterstützt werden. Von den Entscheidungsträgern im Asylwesen darf erwartet werden, dass sie sowohl unser humanitäres Engagement, aber auch das Bedürfnis der Schweizer Bevölkerung nach Erhaltung der Grünflächen, genügend Arbeitsplätzen, Sicherheit und Sozialfriede berücksichtigen.

Stopp dem Zentralisierungswahn

Leserbrief zum Thema "Zentralisierungsstopp-Initiative"
Der Zentralisierungswahn hat auch in der Bildung nicht Halt gemacht. So mussten auf dem Land viele, kleine Schulen, angeblich aus Spargründen, geschlossen werden. Damit verlieren Gemeinden "ihr Herz", ihre Identität, und als Folge davon erlöscht meist auch das Engagement der Bürger/-innen für ihren Wohnort.
Die Schliessung von Schulen hat vielerorts dazu geführt, dass bereits die Kindergarten- und Unterstufenkinder zwei Mal täglich mit Schulbussen ins weiter entfernte Schulhaus transportiert werden müssen. Neben den Schülertransporten müssen für die Tagesschulen zusätzliche teure Räumlichkeiten für den Mittagstisch geschaffen und Betreuungspersonen angestellt werden, was die Gemeinden teuer zu stehen kommt. Viele mussten deshalb die Steuern erhöhen. Für die 14% der Kinder, die eine Tagesschule benutzen, zahlt der Kanton 19,5 Mio. CHF.
Also ist auch hier ein Zentralisierungsstopp dringend nötig!

Zuwendung und Beschäftigung statt Morphinpflaster

Zum Artikel "Die Demenz ist für Mutter und Tochter auch eine zweite Chance" in der BZ vom 23. März 2015
Nach meinen Jahre langen Beobachtungen und Erlebnissen in Alters- und Pflegeheimen stelle ich fest, dass Auswirkungen einer Demenzerkrankung wie Vergesslichkeit, Sprachprobleme, Orientierungsschwierigkeiten und Wahrnehmungsstörungen nicht zuletzt "Unterlassungssünden" der behandelnden Ärzte und Pflegenden sind.
Vielerorts werden gegen Altersgebresten Morphinpflaster angebracht, die genau die selben Auswirkungen haben wie eine Demenzerkrankung.
Wenn schwerhörige Menschen keine Hörhilfen haben, so dass die Reize auf das Gehirn fehlen, wird es langsam verkümmern. Falsch eingesetzte oder abgelaufene Batterien in Hörapparaten führen dazu, dass Fragen nicht verstanden werden und keine Gespräch geführt werden können.
Ich bin überzeugt, dass bei alten Menschen durch mehr Zuwendung und Anregungen für Körper und Geist der Verlauf einer Demenzerkrankung hinausgeschoben werden kann. Die Mehrkosten, die eine intensivere Beschäftigung der Pflegenden mit den ihnen anvertrauten Menschen nach sich ziehen würden, sollten uns nicht reuen; denn diesen Menschen haben wir unseren Wohlstand zu verdanken.

Cannabis ist ein gefährliches Betäubungsmittel

Zu den Berichten "Die Anti-Hanf-Haltung der SVP bekommt Risse und Verbot nützt nur den Dealern"
Das Rauschgift THC (Tetrahydrocannabinol), das sich im Drogenhanf befindet, wirkt als fettlösliche Substanz direkt im Gehirn und beeinträchtigt das Kurzzeitgedächtnis und andere Hirnfunktionen. „Kiffen macht dumm“, wurde in einer Studie bewiesen. Schulversagen und Lehrabbrüche, aber auch Angst- und Wahnzustände (Psychosen) können die tragischen Auswirkungen von Cannabiskonsum sein. Weil die Wirkung des Rauschgiftes THC auf den Menschen nicht vorhersehbar ist, gleicht der Konsum von Drogenhanf dem Russischen Roulette. In der Studie von SuchtSchweiz 2015 wird gezeigt, dass die Präventionskampagnen bei Alkohol und Rauchen Wirkung zeigen, und der Konsum dieser Suchtmittel stark zurückgegangen ist. Hingegen fehlt bis anhin eine Präventionskampagne gegen den Cannabiskonsum, und deshalb blieb dieser auf hohem Niveau stabil. Dies ist erstaunlich, da bei der Volksabstimmung über eine Legalisierung von Cannabis 74% Nein gesagt haben. So lange die Verfügbarkeit so hoch ist, dass 86% der in der Studie befragten Kinder von Bekannten problemlos Joints beziehen können, ist es falsch, von Repression, aber auch von ausländischen Dogenbanden, welche Cannabis über die Grenze schmuggeln, zu sprechen. Es wäre begrüssenswert, wenn Politikerinnen und Politiker sich besser informieren würden, bevor sie dermassen einschneidende Entscheide fällen wollen. Dass sich die Drogenhanflegalisierungslobby bei einer Freigabe Milliarden Gewinne auf Kosten unserer Jugend erhoffen, ist verwerflich. Um ihre Gegner Mund tot zu machen, drohte sie: "Ihr seid auf der Abschussliste" oder "wir fackeln eure Häuser ab".... Trotzdem wollen wir unsere Präventionsarbeit weiter führen.

Horrende Therapiekosten für Sexualstraftäter

Zum Kreditgeschäft des Grossen Rates vom Januar 2015
Die Empörung in der Bevölkerung betreffend die hohen Kosten von monatlich 20‘000 bis 50‘000 CHF für Mörder und Sexualstraftäter in unseren Gefängnissen ist gross. Nun wurde im Grossen Rat über einen Kredit von jährlich 2,5 Millionen CHF für Therapien für diese psychisch kranken Straftäter abgestimmt. Leider wurde der Kürzungsantrag von 150‘000 CHF pro Jahr, welcher für zusätzliche "klientenbezogene Spezialleistungen" von unserer Partei vorgeschlagen war, abgelehnt. Diese zusätzlichen Therapien sollen auch ausländischen Schwerverbrechern zu Gute kommen, welche eigentlich ausgeschafft werden sollten. Zwar ordnen die Gerichte immer öfters stationäre Therapien statt Verwahrungen an, aber anschliessend liegt es im Ermessen der behandelnden Psychiater, Sozialpädagogen usw. die Therapien zu bestimmen und umzusetzen. Ein Kostendach für diese oft therapieresistenten Straftäter wäre zielführend gewesen. Gerne hätte ich diese Finanzen den Alters- und Pflegeheimen zukommen lassen, denn unsere Seniorinnen und Senioren in den Heimen würden sich freuen, wenn jemand Zeit finden würde für ein Gespräch, einen Spaziergang oder zum Vorlesen.

Tötungsdelikt in Flaach, Januar 2015

Beim Lesen von Leserbriefen und Medienkommentaren über den grausamen Mord an zwei Kleinkindern durch ihre Mutter fällt mir auf, dass ohne die Hintergründe zu kennen, welche die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde bewogen hat, die Kinder fremd zu platzieren, die KESB immer wieder als Hauptschuldige am Mord der Kinder abgeurteilt wird. Leider kann eine KESB die Gründe ihres Entscheides wegen des Persönlichkeitsschutzes und ihrer Schweigepflicht nie veröffentlichen.
Doch wenn eine Mutter zu einer solchen Tat fähig ist, war es an der Zeit, ihre Kinder vor ihr zu schützen. Unverständlich ist jedoch, dass die Mutter die Kinder ohne Aufsicht zu sich in den Urlaub nehmen durfte. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Dutzende von Kindern in der Schweiz unter ihren gewalttätigen, verantwortungslosen, süchtigen Eltern leiden müssen, und es unendlich viel braucht, bis sie fremdplatziert werden. Zum Thema empfehle ich allen das Buch: "Platzspitzbaby" zu lesen, dies nur ein Beispiel eines vernachlässigten kleinen Menschen.

Ständerat mehrheitlich für Täter-statt Opferschutz

Auf Wunsch verschiedenster Polizeikorps, aber auch von Staatsanwaltschaften mehrere Kantone hat Andrea Geissbühler, Nationalrätin und Polizistin, eine parlamentarischen Initiative im Nationalrat durchgebracht. Sie forderte, dass bei rechtskräftig verurteilten Straftätern die DNA-Daten nicht mehr wie bis anhin nach 5 bis 10 Jahren gelöscht werden dürfen. Denn gemäss Kriminalstatistik werden rechtskräftig Verurteilte mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut straffällig. So würden die vorhandenen DNA-Profile den Strafverfolgungsbehörden helfen, eine Tat aufzuklären und andere Verdächtige allenfalls auszuschliessen. Die Vorbehalte betreffend Datenschutz sind unverständlich, werden doch die erhobenen Daten nummeriert, und wenn ein verurteilter Täter nicht mehr straffällig wird, kommen seine gespeicherten Daten nie mehr zum Vorschein. Trotzdem stimmte nur eine Minderheit des Ständerates für diese sinnvolle Forderung für mehr Opfer- statt Täterschutz.
Leider existiert von dieser Abstimmung kein Namensprotokoll, so dass wir Wählerinnen und Wähler nicht wissen, wer im nächsten Herbst von diesen Damen und Herren noch wählbar ist!?

Kinder sind keine Prestige-Objekte

Zum Thema "Jedem Kind ein Krippenplatz"
Früher zählten Autos, heute Kinder als Prestige-Objekte. Prominente wie zum Beispiel Angelina Jolie machen es uns vor. Autos konnten aber jederzeit in der Garage abgestellt werden; Kinder hingegen haben das Recht, von ihren Eltern Liebe und Zeit, viel davon (wie der Autor treffend schreibt) zu bekommen. Wenn Eltern schon vor der Geburt ihres Kindes einen Krippenplatz suchen und ihr gewohntes Leben weiterführen, bleibt kaum Zeit, um die Bedürfnisse des Kindes nach Liebe, Geborgenheit und Zuwendung zu stillen. Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes ist aber in einer Kindergruppe nur eingeschränkt möglich, so dass die Anzahl der Kinder, welche im Kindergarten und in der Schule Förderunterricht benötigen in den letzten Jahren im Kanton Bern massiv zugenommen hat, mit Folgekosten von 85 Millionen CHF im Jahr. Ich schätze die Ehrlichkeit junger Paare, die zugeben, keine Zeit für die Erziehung und Begleitung von Kindern aufwenden zu wollen. Hingegen finde ich es verwerflich, Kinder, das Wertvollste, das es gibt, auf die Welt zu stellen, um sie wie einen unwichtigen Gegenstand in fremde Hände zu geben. Sicher gibt es Situationen, wo Fremdbetreuung richtig und nötig ist, aber dies sollte nicht zur Selbstverständlichkeit à la DDR werden. Was gibt es Sinnstiftenderes als während einer kurzen Lebensphase seine Kinder auf ihren Entdeckungsreisen begleiten zu dürfen!?

HarmoS als undemokratisches Zwangsmittel

Ein Beitrag zum Sprachenstreit vom November 2014
Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung war der Meinung, dass der Fremdsprachenunterricht in der Schweiz harmonisiert werden sollte. Nun wurde aber das HarmoS-Konkordat von den Erziehungsdirektoren(ohne Legitimierung) als Zwangsmittel für die Einführung des Frühsprachenlernens (ab der 2. oder 3. Primarklasse) benutzt. Dies widerspricht ganz klar den demokratischen Grundsätzen, nämlich, dass eine Harmonisierung eine Anpassung der Minderheit an die grosse Mehrheit der Kantone bedeuten würde. Also müsste die erste Fremdsprache in der 5., die 2. Fremdsprache in der 7. Klasse unterrichtet werden.
Das Frühsprachenlernen ist eine teure Zwängerei, die erwiesenermassen keine besseren Fremdsprachenkenntnisse am Ende der Schulzeit mit sich bringt.
Das untaugliche Frühsprachen-Lehrmittel soll den Kindern ein „Sprachbad“ ermöglichen, in dem sie mit Kopfhörern Geschichten anhören und am Computer die dazu passenden Bilder anschauen. Diese Methode lehnt sich an das Sprachenlernen in einer fremdsprachigen Umgebung. Bei einem erfolgreichen „Sprachbad“ müssten Kinder ungefähr 50% der Zeit, in welcher sie wach sind, mit der Fremdsprache konfrontiert werden. Diese Voraussetzung fehlt ganz klar beim Frühsprachenlernen mit zwei bis drei Wochenlektionen.
Auch wird vergessen, dass unsere Kinder mit der deutschen Sprache bereits eine Fremdsprache erlernen müssen, und bei uns in der Schweiz überdurchschnittlich viele Kinder mit einer anderen Muttersprache die Schule besuchen.
Beim Lernen ist die Aussage „je früher desto besser“ falsch. Mit dieser falschen Annahme stehlen wir den Kindern die dringend benötigte Bewegungszeit zwischen den vielen Kopffächern und stecken jährlich viele Millionen CHF in den Sand.

Mobilität von Schulkindern

Grüne Politik fördert die Mobilität auf vier Rädern schon für die kleinsten Schulkinder!
Sparmassnahme: Beiträge an Schülertransporte sollen gestrichen werden!
Die Schliessung von kleinen Landschulen hat dazu geführt, dass bereits die Kindergärteler und Unterstufenschulkinder zwei Mal täglich mit Schulbussen ins weiter entfernte Schulhaus transportiert werden müssen. Anstatt dass sich die Kinder auf dem Schulweg austoben und wichtige Gespräche mit Kameradinnen und Kameraden führen können und sich durch den Schulbesuch am Wohnort mit diesem identifizieren können, werden die Kinder zur täglichen Mobilität erzogen, ja gezwungen. Ausgerechnet unser grüner Erziehungsdirektor hat durch die Förderung von Zusammenschlüssen von kleinen Schulen zu Schulzentren und Tagesschulen die zweifelhafte Erziehung der Kinder zur Mobilität vorangetrieben.
Auch sein Versprechen, dass durch den Zusammenschluss von kleinen Landschulen zu Schulzentren ein Spareffekt für die Gemeinden erzielt werden könne, hat sich nicht bewahrheitet. Wegen der Einführung von Tagesschulen müssen zusätzliche, teure Räumlichkeiten geschaffen und Betreuungspersonen angestellt werden. Denn die Kinder können wegen den langen Schulwegen nicht mehr zu Hause das Mittagessen einnehmen. Dies wird für Gemeinden zu grossen finanziellen Belastungen führen, insbesondere da der Regierungsrat die kantonalen Beiträge an die Schülertransportkosten streichen will. (November 2012)